Part 1:  13.12.44 up to 27.12.1944

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Amtsgruppe Betriebsstoffe

Die systematischen Luftangriffe auf Werke der Flugkraftstoff Herstellung wurden auch in der letzten Woche fortgesetzt.

15. u. 18.12 Moosbierbaum. Nur geringe Schaden. (Near to Vienna, AOB)

16. u. 22.12 Brüx. Voraussichtlich 4-6 Wochen Totalausfall. (in Sudetenland, now Czech Republic, AOB)

16. u. 19.12 Blechhammer. Voraussichtlich 4-6 Wochen Totalausfall.

18. u. 19.12 Heydebreck. Werk liegt bereits still. (in Upper Silesia, now belonging to Poland, AOB)

Die Angrifftaktik hat sich in letzter Zeit insofern geändert, als die Werke stets mehrmals hintereinander angegriffen werden, auch wenn sie bereits beim ersten Angriff zu erliegen kommen.

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Chef TLR TT

Absturz- und Beanstandungsübersicht für Gerät FZG 76 (= V1, AOB)(Berichtzeit 1.-30.11.44)

Focke-Wulf

1. 5 Kurvenblätter Geschwindigkeitsvergleich deutscher und ausländischer Flugzeugmuster (18.12)

2. 4Kurvenblätter Vergleich ??? mit Otto-Motorjäger (Otto = regular patrol or gasoline, AOB): Horizontalgeschwindigkeiten, Steiggeschwindigkeiten, Reichweite und Flugdauer.

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Bericht 20.12 - 26.12.1944

Neben den weiterhin andauerenden Schwierigkeiten durch infolge Feindeinwirkung entstanden Schäden und aus dem Transportsektor ist die Betriebsstofflage auf Grund der feindlichen Luftangriffe auf die Hydrierwerke besorgniserregend..

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C. Ausrüstung

Schuß- und Abwehrwaffen:

X4

3 lage-stabilisierte Schüsse positiv verlaufen.

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FT- Anlagen (Bord- und Boden)

Störtechnik:

Nach Meldung der Truppe ist die cm-Anti-Bumerang-Anlage wiederum mit bestem Erfolg eingesetzt worden (this Anti-Bumerang (=anti-Oboe) apparatus was known as: "Naxburg", which consists of a: small Würzburg carrier, without radar equipment though, combined with a passive Naxos like receiving facility. This meant, that the Germans were since then able to jam Allied Oboe, and that they knew that Oboe operated in the cm spectrum, AOB).

Luftlage:

Die im Rahmen der Flugmeldetechnik die Luftlage störenden )-Stellen in der Anzeige (Sternschreiber)(=PPI, AOB) der Jagdschlossanlagen sind durch Großdrahtnetze die um die Jagdschlossanlagen ausgelegt werden praktisch beseitigt.

Das für 8-162 (=He 162, so-called Volksjäger, AOB) entwickelte billigste Bordfunkgerät hat folgende Erprobungsergebnisse ergeben: Funkreichweite wie beim FuG 16 Zy (=optische Sicht), Zielflugreichweite = 50%. Dieser Wert wird ab 1000. Gerät auf 75%, ab 3000. Gerät auf 110% gebracht. Damit löst es das FuG 16Zy und FuG15 ab. Arbeitsaufwand 20-25% dies ??.

Nachtjagdbordsuchtechnik:

Gerät FuG218V ist mit Mindest Reichweite von 5 km gegen Flugziele freigegeben worden.

"Tonne" (= TV camera-head for guided weapons, AOB)

Trotz dringendster Anforderung 8-262 (=Me 262, AOB) bisher nicht erstellt, daher Einbau von Tonne für Mistel stark verzögert.

Amtsgruppe: Fl.B

Als allgemeine Erfahrung hat sich herausgestellt, dass die Fertigung, insbesondere die Überwindung von Produktionsengpässen, nur bei denjenigen Geräten vorwärts kommt, für die anstelle des normalen Geschäftsganges bzw. Einzelverhandlungen mit den eingespannten amtlichen und industriellen Stellen - eine Zusammenfassung in der Hand ausgewählter, bevollmächtigter und verantwortlicher Sonderbeauftragter, Kommissare o. dgl. erfolgt, unter Initiative und Leitung u.a. alle beteiligten Stellen und Werksorgane zu Arbeitsstabsitzungen zwecks sofortiger Entscheidungen ??ordnungen und Maßnahmen periodisch an einem Tisch zusammen kommen. .

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8-262

Lieferung von Schlechtwetterjägern ab Februar 1945 unwahrscheinlich.

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Peilrahmen PR16:

erfordert wegen Dichtungsschwierigkeiten im Rahmenfuß und ungenügender Pressmasse-Zuteilung konstruktive Änderungen.

UKW-Bodenpeiler (could be the so-called "Peiler Heinrich", which was employed in the Y-Kampf system, that provided fighter pilots their course position. Consider also my paper on "Navigational Aids", AOB):

in ihrer Ausbringung wegen Personalentzug stark gefährdet.

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Hubschrauberfertigung:

1. FA223 in Aufstraggegeben 30 Flugzeuge werden in jetzigem Ausrüstungszustand übernommen. Für Erprobung und Schulung. Anlauf der Serie, dass ab Juni 1945 25-30 Flugzeuge monatlich ausgeliefert werden. Flugzeug muss schlechtwetterflug- und landefähig sein und FT-mässig mit Funktrupps des Heeres zusammenarbeiten können.

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Feindeinwirkung:

In der Berichtwoche wurden folgende Werke der Flugkraftstoffherstellung angegriffen:

21.12.44 Pölitz: Leichte Schäden. Durch Beschädigung des Kraftwerks Ausfallender?? voraussichtlich 6-8 Tage.(Germany's biggest plant, situated near Stettin, since 1945 Poland, AOB)

25.12.44 Brüx: Mittelschwerer Angriff. Produktionsausfall unter Berücksichtigung der vorangegangenen Angriffe etwa 1 Monat. (in former Sudetenland, now Czech-Republic, AOB)

26.12.44 Blechhammer: Geringe Schäden, Werk liegt noch still.

Heydebreck: Geringe Schäden, Werk liegt noch still.

Auschwitz: Werk schwer getroffen. Keine Auswirkung auf Flugkraftstofferzeugung im Dezember, da Werk ? noch nicht für Luftwaffe eingesetzt.

Betriebstofflage:

Durch Ausfall der Hydrierwerke Pölitz infolge Feindeinwirkung am 21.12.44 kann im Dezember 44 nur noch mit einer Gesamterzeugung von ca. 25000 t Flugkraftstoff gerechnet werden.

Die voraussichtliche Flugkraftstoff-Erzeugungsmöglichkeit von ca. 42000 t im Januar 1945 ist durch Ausfall des Hydrierwerks Brüx bereits auf ca. 36000 t abgesunken.

Bei einem Verbrauch von mindestens 40000 t im Dezember 44 und einem geschätzten gleichen Verbrauch im Januar 45 sind die im Dezember 44 und Januar 45 aus der Erzeugung zu erwartenden Mengen als unzureichend zu betrachten.

Wenn auch der geschätzte Januar-Verbrauch mit Rücksicht auf noch vorhandene geringe Bestände gedeckt werden kann, so sind ab Februar 45 bei der derzeitigen Flugkraftstoff-Erzeugungslage Schwierigkeiten hinsichtlich Menge und Qualität zu erwarten, wenn es nicht gelingt, die voraussichtliche Erzeugungsmöglichkeit von 36000 t im Januar mit allen Jagd- und Flagabwehrmitteln sicherzustellen.

Andernfalls werden Einschränkungen im Einsatz der Luftwaffe solche im Rüstungsprogramm unvermeidlich.

Für die Versorgung der Industrie wurden bei einem angemeldeten Bedarf von 10150 t von Gen.Qu. (General Quartiermeister, AOB) nur 6000 t zugeteilt. Unter Berücksichtigung noch vorhandener Bestände bei Industrie und Luftgau-Kdos von ca. 7500 t (davon 4000 t erforderlicher Pufferbestand) für Einsatz bei der Industrie noch gedeckt werden, so dass von einer Forderung der Kürzung des Januar-Rüstungsprogramms abgesehen wird. Für Februar 45 muss jedoch mit einer derartigen Forderung auf Herabsetzung des Programms auf Grund der zu erwartenden sich verschlechterenden Flugkraftstoff-Versorgungslage gerechnet werden.

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24.12

Für die Winterschlacht im Westen (battle in the Ardennes, also known as "Battle of the Bulge", AOB) wurden am 24.12.44 weitere 2000 t Flugkraftstoff aus OKW-Reserve freigegeben, so dass diese jetzt nur noch 20000 t beträgt.

Bleitetraäthyl:

TLR - Chef - Abtlg.(Division, AOB). (Dipl.Ing. Wagner) teilt mit, dass das Bauvorhaben "Flora" in die Liste der Bauvorhaben des Bedarfsträgers O "Ge Be chem" aufgenommen wurde. Hierdurch geht die Verantwortung für die termingemässe Fertigstellung der Anz?? von der Luftwaffe auf den "Ge Be chem über.

Äthanol und Methanol:

Infolge Mangel an Vergällungsmitteln konnten seitens der Reichsmonopolverwaltung statt vorgesehen 900 t Äthanol für Monate Oktober und November bisher nur 242 t ausgeliefert werden. Maßnahmen wurden unternommen, um die Auslieferung der Restmengen in Dezember durchzusetzen. Die benötigten Mengen konnten aus verschiedenen Vorräten gedeckt werden..

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Amtsgruppe: Flak E und Rüst:

Wasserfall:

Bei dem letzten Flugversuch erreichte das Gerät Wasserfall eine Gipfelhöhe von 12000 m und eine Schussweite von 20 km.

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18.12 Rheintochter:

                    R3 mit Marschtriebwerkspulver erfolgreich gestartet.

19.12 Die Kommission für fernschiessen (Prof. Petersen) stellt nach Untersuchung durch Chef TLR/Flak fest, dass der nicht ferngelenkte Einsatz der Flakraketen "Enzian" und "Rheintochter" unzweckmässig viel zu aufwendig und daher untersagt ist.

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21.12 Einsatz des gerätes Schmetterling:

Besprechung mit Gen. d. Flakwaffe (Oberst von Güldenfeldt). Festlegung der Standorte für die ersten Rüstwerke, Entscheidung über takt. Gliederung der Flakraketenbatterie- und -Abtlg. grundsätzliche Gliederung der Versorgungsbatterie bei den Versorgungsstellen. Besprechung über Anlage und Ausbau von Feuerstellungen.

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